Fünf Sinne

Fünf Sinne

Es gibt Momente, da spüre ich eine unglaubliche Freude in mir. Am liebsten würde ich dieses Gefühl konservieren um es ständig haben zu können. Die Vorfreude auf einen schönen Urlaub oder Besuch von lieben Menschen kann das auslösen. Aber auch der Geruch von frisch gemähtem Gras oder frisch angezündeter Grillkohle, ein Lied mit einer besonderen Melodie, die warmen Farben beim Sonnenuntergang oder der Sommerwind auf der Haut. Diese fünf Sinne können uns in einen wunderschönen Glücksrausch befördern.

Klassische Sinne

Es gibt fünf klassische Sinne, die mit Hilfe der Sinnesorgane arbeiten und unserer Wahrnehmung dienen:

  1. Sehen
  2. Hören
  3. Schmecken
  4. Riechen
  5. Fühlen

Doch mit diesen fünf Sinnen ist es noch nicht getan, in der modernen Forschung wird von bis zu 13 Sinnen ausgegangen. Da ist zum Beispiel noch der Gleichgewichtssinn, den ich ehrlich gesagt am allerwichtigsten finde, oder der Temperatursinn. Dass dieser äußerst unterschiedlich ist, merke ich im Herbst, wenn mir die einen noch im T-Shirt begegnen, während andere schon den Schal auspacken.

Gleichgewichtssinn

Für die meisten Menschen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass alle Sinne funktionieren. Bisher hatte ich den Gleichgewichtssinn etwas ausgeblendet, doch ohne ihn wären alle anderen Sinne für mich wenig wert.
Mit einem Drehschwindel im Kopf, der einen regelrecht umhaut und Übelkeit hervorruft, ist mir leckeres Essen, eine schöne Melodie oder der traumhafte Sonnenuntergang ziemlich egal.

Welcher Sinn ist am Wichtigsten?

Wenn ihr euch mal Gedanken darüber macht, welche Sinne am Wichtigsten sind, welche wären es? Es würde mich wundern, wenn alle die gleiche Priorität hätten. Für mich würde die Reihenfolge wohl so aussehen:

Sehen

Wenn ich mir vorstelle, dass ich andere Menschen, Sehenswürdigkeiten oder Meer und Strand nicht sehen könnte, wäre das für mich sehr schlimm. Mal abgesehen von schönen Kinofilmen, Zeitschriften oder Lebensmitteln. Einkaufen oder Reisen wären plötzlich kein Genuss mehr, sondern eine Herausforderung!

Hören

Bestimmte Melodien lösen Glücksmomente aus. Bestimmte Lieder beamen einen zurück und bringen Erinnerungen zurück. Der tolle Südafrika Urlaub, unvergessliche Klassenfahrten, die Abifete oder besonderer Erfolg. Dabei habe ich festgestellt, dass mir Lieder von Depeche Mode, aha oder Roxette besonders häufig diese Momente bescheren. Doch auch die Stimmen unserer Mitmenschen, im Fernsehen oder auf Hörbüchern würde ich nicht missen wollen.

Schmecken

Essen und Trinken spielen eine große Rolle in meinem Leben, ich hoffe in eurem auch! Wie gerne gehen wir essen und wie schade wäre es, wenn wir nicht das zarte Croissant mit dem cremigen Milchkaffee, die knusprige Hähnenkeule oder die Aioli auf dem Baguette schmecken könnten. Und die Gerüche sind nicht weniger erfreulich!

Riechen

Frisch gemähtes Gras oder gerade angezündete Grillkohle wecken in mir besondere Erinnerungen. Bestimmt verbinde ich sie auch mit meiner glücklichen Kindheit, in der wir viel in unserem Garten waren. Wenn dann noch der Duft von frisch gebackenem Zwetschgendatschi durchs Haus zog, war das Glück perfekt. Heute wird der Datschi durch Kaiserschmarrn ersetzt, der schmeckt uns allen.

Fühlen

Ich könnte ewig über die Haare unserer Jungen streichen, vor allem, wenn sie frisch geschnitten wurden. Weiche Bettwäsche, flauschige Handtücher oder einen dicken Bademantel im Hotel, sowie warmen Sand an den Füßen mag ich ebenfalls. Vieles nehmen wir gar nicht mehr richtig wahr, z.B. die Tasten am Computer – dort ist z.B. auf dem F und dem J eine kleine Markierung. Manchmal versuche ich Dinge ganz bewusst zu spüren, wie eine cremige Seife oder die glatte Oberfläche einer Kastanie – so schön.

Fünf Sinne - Füße im Sand
Ein schönes Gefühl – den Sand an den Füßen fühlen.

Fazit

Ich gehe durch den Tag und nehme vieles für Selbstverständlich. Jetzt empfinde ich Dankbarkeit dafür, dass meine Sinne mein Leben bereichern und erleichtern.

Erst kürzlich habe ich eine Reportage für Kinder von Checker Tobi über eine Familie gesehen, bei der die Eltern blind waren, die beiden Töchter nicht. Die Eltern wirkten glücklich, lächelten ständig und erklärten sehr geduldig, wie sie ihren Alltag meistern. Ihre Erblindung macht ihnen nichts aus, solange ihre Mitmenschen sie tolerieren, nicht bemitleiden und respektvoll mit ihnen umgehen. Dass ich davon sehr viel halte, könnt ihr übrigens in meinem Beitrag Toleranz lesen.

In diesem Sinne, lasst uns gut miteinander umgehen und die kleinen Dinge im Alltag mehr schätzen!
Eure Nicki

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